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02.05.2020     Was hat das Versailler Friedensdiktat von 1919 mit den über die US Ramstein Air Base weitergeleiteten Drohnenmorden zu tun?

 

Heute Teil 7 der Beitragsreihe zum Thema eingeschränkter Souveränität der Bundesrepublik Deutschland.

Eine perfide langfristige Verschwörungspraktik
Von Rudolf Reddig

Preparata schrieb zum obigen Thema auf der Seite 25 einführend und vielleicht ein wenig überspitzt, aber nach Meinung des Artikelschreibers doch überwiegend zutreffend: „Denn dieses (britische – der Verf.) Empire schreckte vor nichts zurück, um seine beherrschende Stellung zu behalten; es kannte keine Mittel, die nicht vom Endzweck gerechtfertigt waren. Um die Welthegemonie zu erlangen, scheute Großbritannien nicht davor zurück, in Deutschland eine endlose Epoche von Schmerz und Chaos hervorzubringen, um darin eine gespenstische einheimische Kraft heranzuzüchten, die es in einem zweiten Weltkonflikt zu manipulieren vorhatte – auch das eine britische Idee. All das war, vom Beginn 1919 an bis zum Ende 1945, ein kaltblütiger, wohl berechneter Plan.

Es bedarf kaum der Erwähnung, dass eine solche These damit zu rechnen hat, von den patriotischen „Experten“ der westlichen Akademikerzunft als eine weitere groteske Verschwörungstheorie verdammt zu werden. Tatsächlich aber spinnt diese These nur einen Faden, mit dem sich schließlich schon eine Ansammlung von seit Jahren verfügbarer Einsichten und Beweise zusammenbinden lassen. Solche Einsichten haben schon seit längerem dem Dissenter eine Plattform geboten, das heißt denjenigen Studenten der Geschichte und Ökonomie, die freimütig genug waren anzuerkennen, dass der zentrale Grundsatz der internationalen Beziehungen, damals und heute, Geheimhaltung ist. Man braucht nur an die Multimilliardenbudgets zu denken, die in unserer Zeit für Nachrichtendienste ausgegeben werden – Einrichtungen, die nicht von gewählten Vertretern der Exekutive geleitet werden und die dazu bestimmt sind, verborgene Akte von Sabotage und Desinformation nach innen und nach außen zu begehen, nebulöse „Gutachten“ zu erstellen, Söldnerunternehmen ins Werk zu setzen und Gott weiß was sonst, wovon die Steuerzahler selbstverständlich keine Ahnung haben.

Noch einmal, die demokratische Öffentlichkeit soll nichts zu sagen haben, darf sich aber an den Kosten beteiligen, die ihr die Rentiers aufbürden, während sie sich hinter verschlossenen Türen verschwören.


Es stimmt, nicht alle Verschwörungen sind erfolgreich – für manche ist die Zeit reifer als für andere –, aber alle großen historischen Entwicklungen, zum Guten oder zum Schlechten, werden unweigerlich erdacht, ausgefochten und bekämpft von den Initiierten der verschiedenen einander entgegengesetzten „Gesellschaften“. Und die Herden, sich selbst zum Trotz, folgen immer. Im 20. und 21. Jahrhundert haben die angloamerikanischen Klubs die Oberhand gehabt. Ihre Machtstellung hat wenig zu tun mit Menschenrechten, freien Märkten und Demokratie, ganz gleich was sie schamlos behaupten mögen. Was hier folgt, ist die Geschichte der wichtigsten Schlacht, die sie bisher siegreich ausgefochten haben: der schreckenerregenden Kampagne gegen Deutschland.“(45)

Und hauptsächlich zur Rolle der USA hob Preparata auf der Seite 42 hervor: „Großbritanniens und später Amerikas Eroberungszug war unmissverständlich durch Mackinders flüchtige, aber fast orakelhafte Erwähnung der verschiedenen Brückenköpfe angekündigt worden, Brückenköpfe, die die Seemächte in das Herzland vortreiben mussten, um dessen Armeen in einer beabsichtigten Folge unabhängiger Zusammenstöße zu beschäftigen. Um jeden Konflikt zu isolieren, musste das Territorium, auf das man zielte, von seinen angrenzenden Gebieten abgetrennt und eigens ausgeblutet werden. Das geschah durch künstlich in die Länge gezogene Kriege, die im Namen politischer, religiöser oder ethnischer Unterschiede ausgetragen wurden. Auf diese Weise sind die Angloamerikaner immer vorgegangen: in Europa, indem sie alle gegen Deutschland aufgewiegelt haben (1904–1945), im Nahen Osten, indem sie Israel mitten ins Herz der arabischen Welt gesetzt haben (1917) bis heute, im Fernen Osten, indem sie China Dornen (Korea, Vietnam und Taiwan) in die Seite gedrückt haben (1950 bis heute), und in Zentralasien, indem sie mit Hilfe Pakistans die gesamte Region durch Stammeskriege destabilisiert haben, um zu verhindern, dass die Küste der Kaspischen See in den russischen Einflussbereich kommt (1979 bis heute).

Wichtig ist, dass man bei derartigen Eroberungsversuchen niemals rasche Erfolge erwarten kann, sondern dass sich die Dinge Wochen, Monate oder sogar Jahrzehnte hinziehen können. Imperiale Stratageme sind langwierige Angelegenheiten. Die Befehlshaber der Weltaggression messen ihre Erfolge in Zeitspannen, deren Maßeinheit die Generation ist. In einem solchen Rahmen muss die Inkubationszeit des Nationalsozialismus beurteilt werden. Sie gehorchte einem langen und komplexen Plan, um jede Möglichkeit einer deutschen Hegemonie auf dem Kontinent auszumerzen. Die Verwalter des Empire ließen sich dabei Zeit.“ (46)

Natürlich müssen auch diese Einschätzungen Preparatas kritisch hinterfragt werden und natürlich tragen deutsche Machteliten und ihre politischen, militärischen und medialen Helfershelfer große eigenständige Verantwortung für das Zustandekommen der Krisen und beider Weltkriege und verfolgten dabei ureigene aggressive Ziele und Absichten. Niemand will und kann ihnen die Schuld für begangene und zu verantwortende Verbrechen abnehmen oder diese gar relativieren. Ungeachtet dessen belegen die in diesem Artikel vorgestellten Stimmen, Ansichten und Hintergründe, dass es nicht erst in den letzten Jahrzehnten Verschwörungspraktiken gab, sondern seitdem sich die Welt in Herrschende und Beherrschte aufteilte und die Chronisten das alles vor diesem Hintergrund zu betrachten haben.

(45) Guido Giacomo Preparata, Wer Hitler mächtig machte. Wie britisch-amerikanische Finanzeliten dem Dritten Reich den Weg ebneten. Basel 2019, S. 25
(46) ebneda S.42

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